Die Meerschweinchen Bibliothek

Ernährung



  • Allgemeines:

    Ein genauso wichtiger Punkt wie die Haltung und Pflege ist die Ernährung. Gerade bei Meerschweinchen kommt es auf die richtige Fütterung an.

    Meerschweinchen sind Dauerfresser, d.h. sie sind auf eine kontinuierliche Nahrungszufuhr angewiesen. Sie fressen ca. 40 bis 80 kleine Portionen pro Tag. Meerschweinchen haben einen sehr langen Magen-Darmtrakt. Er entspricht der 10-fachen Körperlänge des Tieres also mehr als 2 m lang. Die Verdauung eines Nahrungsmittels beansprucht eine lange Zeitspanne und dauert durchschnittlich 5 Tage bis zu einer Woche. Der Austritt der Nahrung aus dem Magen, in dem die aufgenommenen Futtermittel übereinander geschichtet werden, beginnt nach ca. einer Stunde nach der Nahrundsaufnahme und dauert ca. 7 Stunden. Daher ist eine gleichmäßige, ausgewogene Nahrungs ( Futterzusammensetzung ) wichtig. Abrupte und/oder häufige Futterwechsel führen zu Verdauungsproblemen, wie Durchfall, Verstopfung und Gasbildung. Wichtig bei der Fütterung ist die Regelmäßigkeit und Pünktlichkeit. Also am besten immer morgens und immer abends füttern !!! Sie können die Angebote auch aufgeteilen: zB. morgens Heu und Trockenfutter und abends Grünfutter und bei Bedarf auch noch mal Heu, weil Heu ständig zur Verfügung stehen muß. Als Basis der Fütterung sollte neben ständigen Trinkwasserangebot Fertigfutter und Heu (Raufutter) zur Verfügung stehen, letzteres insbesondere wegen des hohen Faserstoffanteils. Meerschweinchen sind Pflanzenfresser und als solche Gemischtköstler. Deshalb sollte das Futterangebot zusätzlich Saft- und Grünfutter (Obst, Gemüse, Kräuter und andere Grünpflanzen) umfassen. Meerschweinchen sind selektive Fresser. Sofern sich ihnen die Möglichkeit bietet, z.B. durch Zuteilung zu großer Futtermengen oder ständiges Angebot von Leckereien, wählen sie aus dem Futterangebot nur das, was ihnen besonders gut schmeckt, nicht jedoch das, was ihrer Gesundheit zuträglich ist.

    Futterauswahl:
    Der Speiseplan der Meerschweinchen wird in der Regel durch das Futtermittelangebot der Zoofachgeschäfte, Futterhandeler, und Supermärkte bestimmt. Diesem Angebot sollten sie äußerst kritisch begegnen, da die im Handel angebotenen Futtermittel häufig zahlreiche Mängel aufweisen. Bei Unkenntnis der Tierbesitzer und daraus folgend falscher Fütterung, können sich erhebliche gesundheitliche Risiken für die Tiere ergeben. Die Auswahl eines geeigneten Futtermittels ist ausgesprochen problematisch.
    Mein Tipp:
    Viel versprechende Werbung und Preis sagen nichts über dei Qualität aus. Achten sie auf die Deklaration der Pachung. Wichtig sind Angaben wie: Alleinfutter oder Ergänzungsfuttermittel, und auf Nährwertanalysen . Leider sind häufig die Angaben über Zusammensetzung, Zusatzstoffen und Inhaltsstoffen falsch, unzureichend bzw. irreführend. Die gesundheitlichen Risiken bei fehlerhafter Fütterung resultieren insbesondere aus einer unzureichenden Versorgung mit Rohfaser und einer Übervorsorgung mit Energie und aus nicht ausgewogenen Nährstoffzufuhr ( Vitamine, Faser- und Mineralstoffe). Die Folgen sind z.B. Verdauungsstörungen, Fettleibigkeit, Verhaltensstörungen, mangelhafter Zahnabrieb, Harnsteinbildung, etc.. Am besten fütteren sie die Tiere täglich mit reichlich Heu, pro Tier 3 händevoll und geben nur weinig handelsübliches Trockenfutter wie 2 Eßlöffel in den Futtertrog. Damit bleiben die Tiere vor den genannten Krankheiten verschont.

    An dieser Stelle weise ich auf folgende link home.t-online.de/home/strick-stube/wien.htm mit Informatiton zu Anatomie des Magen-Darm-Traktes, Nährstoffbedarf und vieles mehrhin.
    Von besonderer Bedeutung ist der Vitamin C-Bedarf der Meerschweinchen in der Nahrung und/oder im Trinkwasser. -Ausreichend sind 20 mg Ascorbinsäure (= eine Messerspitze) und 100 mg Zitronensäure pro 100 ml Trinkwasser täglich oder alternativ Vitaminpräparat vom Tierarzt, wobei Dosierung und Haltbarkeit beachtet werden müssen. Meerschweinchen sind auf eine ständige Vitamin C-Zufuhr angewiesen, da sie selbst Vitamin C nicht bilden können. Bedarf: ca. 20 mg Vitamin C pro kg Körpergewicht und Tag.

    Was sie über Vitamin C wissen sollten.

    Vitamin C ist ein wasserlösliches Vitamin und lebensnotwendiger Bestandteil jeder Zelle. Sie haben sicher auch schon den Begriff Ascorbinsäure (A-scorbin-säure) gehört - das ist lediglich ein anderer Name für Vitamin C, der darauf hinweist, dass das Fehlen von Vitamin C die früher so berüchtigte Mangelkrankheit "Skorbut" hervorgerufen hat. Natürliches und synthetisch erzeugtes Vitamin C haben die gleiche chemische Struktur - eben die Ascorbinsäure. Im Verbund mit seinen pflanzlichen Begleitstoffen, den Bioflavonoiden, ist dem natürlichen Vitamin-C-Komplex jedoch der Vorzug zu geben.

    Die Nahrung sollte aus den vier Komponenten bestehen.
    [1] Raufutter [2] Trockenfutte [3] Frischfutter [4] Wasser


    Weiterführende Information:
    [Trockenfutter, Inhalts- und Zusatzstoffe.]
    [Snacks und Knabberstangen.]
    [Obst und Gemüse Vatamin-Tabelle.]
    [Obst und Gemüse Saison-Kalender.]
    [Vitamin-Mineralstoff-Tabelle.]
    [ Kleine Kräuterkunde.]


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  • Raufutter

    Heu ist für das Meerschweinchen so gesund, weil es einen hohen Anteil an Faserstoffen hat. Faserstoffe aus Heu sind größtenteils langfasrige Zellulose, die für eine ungestörte Darmtätigkeit und die Pflege des darus ( Darms !) notwendig ist. Verdauungsprozesse werden gefördert und Verstopfung vermieden. Fein vermahlene Faserstoffe, wie z.B. in pelletiertem Futter werden dem Bedarf der Tiere nicht gerecht. Bekommen die Meerschweinchen kein Heu und damit zu wenig Zellulose, kommt es zu Verdauungsproblemen, Zahnanomalien ( durch Heu ist ein guter Zahnabreib gewährleistet )und Verhaltensprobleme, wie z.B. Fellfressen, da die Tiere alternative Faserquellen suchen und ihr eigenes Fell oder das ihrer Käfiggenossen fressen. Dies führt darüber hinaus zu Haarballenbildung im Verdauungstrakt und damit zu weiteren Verdauungsproblemen.

    Außerdem ist Langeweile mit unbefriedigtem Beschäftigungsbedürfnis zu beobachten. Vermehrte aufnahme von Fertigfutter mit hohem Energiegehalt, verursacht weitere Probleme.

    Zusammenfassung:
    Heu dient:
    1) der Nährstoffversorgung
    2) der Faserstoffversorgung
    3) der Befriedigung des Beschäftigungsbedürfnisses und der Vermeidung von Langeweile
    4) dem Abrieb der Schneidezähne
    Bei der Heuauswahl bevorzugen sie Sorten die verschiedene Kräuter und Gräser mit Blättern, Blüten und Fruchtstände enthalten.
    Es sollte grün sein und aromatisch duften,
    Es darf nicht staubig, schimmelig, dreckig sein oder von schadstoffbelasteten Böden Stammen. Fragen sie nach der Herkunft. Die Verfütterung schlecht gelagerten, muffigen oder gar schimmeligen Heus kann zu schweren Verdauungstörungen und zum Tod des Tieres führen. Die Verabreichung erfolgt am besten über eine Heuraufe, die so hoch hängt, dass die Tiere sich nicht hineinlegen können. Heu muss immer in beliebiger Menge zur Verfügung stehen, d.h. ständig vorhanden sein! Stroh ist kein Ersatz für Heu und dient eigendlich als Einstreu, es hat viel geringere Nährwerte als Heu.


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  • Trockenfutter

    Mit Trockenfutter, auch Kraftfutter genannt sollte sehr sparsam umgegangen werden, maximal täglich 3 Eßlöffel pro Tier. Da die Tiere in Verbindung mit zu wenig Bewegung schnell zu Fettleibigkeit neigen Es ist sehr energiehaltig und vom Tier einfach zerbissen und abgeschluckt, nicht jedoch zermahlen wird.

    Kaninchenfutter ( Kaninchenpelletts ) sind weniger geeignet, da es beigemischte Medikamente enthalten kann z.B. Antikokzidiosemittel also Antibiotika die die Darmflora irreparabel schädigen. Es gibt Meerschweinchenzüchter die Kaninchenpelletts mit verwenden. Sie mischen z.B. 1000g Meerschweinchenpelletts und 200g Kaninchenpelletts, weil dadurch die Zusammensetzung der Nährwerte verbessert wird, siehe unten Analyse.

    Beim Trockenfutter sollte es sich um eine vielseitige, leicht verdauliche Pflanzenkost handeln, die darüber hinaus alle lebenswichtigen Nähr- und Vitalstoffe enthalten sollte. Leider gibt es kein Trockenfutter, das eine artgerechte Ernährung der Meerschweinchen bei ausschließlicher Trockenfutterfütterung (ohne zusätzliche Heu- und ohne Saft- und Grünfuttergaben) gewährleisten würde.

    Bei den im Handel angebotenen Fertigfuttermitteln handelt es sich um Mischfuttermittel die aus verschiedenen Komponenten zusammengesetzt und in Form von sog. Buntfutter oder in Form von Pellets erhältlich sind. Mischfutter auf der Basis natürlicher Komponenten beinhaltet in der Regel hauptsächlich Getreidekörner und Getreideflocken, sowie pelletierte Komponenten basierend auf Getreide und Luzerngrünmehl. Sie beinhalten ferner getrocknetes Gemüse, getrocknete Früchte und Nebenprodukte der Backwarenindustrie ( Getreideprodukte, Stärkeprodukte ), die zum Teil grün oder orange eingefärbt sind.

    Buntfutter ist aus folgenden Gründen mit allergrößter Vorsicht und Skepsis zu begegnen:

    1. Dem Käufer wird häufig der Eindruck einer Produktvielfalt vermittelt, d.h. aufgrund der unterschiedlichen Größen, Form und Farbe der Futterbestandteile glaubt er, es handele sich um ein Futter, das aus verschiedenen Rohmaterialien zusammengesetzt sei. Tatsächlich handelt es sich jedochum gleiche Rohwaren, die lediglich unterschiedlich aufbereitet worden sind.

    2. Die chemische Zusammensetzung des Buntfutters entspricht oft nicht dem speziellen Nährstoffbedarf der Meerschweinchen. Die häufigste Mängel ist ein zu geringer Rohfasergehalte. Die rohfaserhaltigen Rohmaterialien sind sehr teure Komponenten, und werden daher oft von den Futtermittelherstellern in zu geringen Mengen beigemischt. DARUM GRUNDSÄTZLICH HEU ZUFÜTTERN. Der Energiegehalt insbesondere aufgrund zu hoher Fett- und Getreideanteile in Buntfutter ist zu hoch.

    Mögliche Folgen eines zu hohen Anteils an Getreide sind:

    1. Verfettung (z.B. Fettmobilisationssyndrom der Meerschweinchen), da die Tiere ihre Futtermenge nicht der im Futter enthaltenen Energiemenge anpassen.

    2. Zu schnelle Sättigung, die folgendes bewirkt: v Verdauungsprobleme, da die Tiere als Dauerfresser auf eine kontinuierliche Nahrungszufuhr angewiesen sind, verminderter Zahnabrieb, der u.U. zur Entstehung sog. Elefantenzähne führt, da die Tiere weniger Zeit mit der Futteraufnahme verbringen, Langeweile und Frustration (verstärkt noch bei Einzelhaltung der Tiere), was dann, um das Beschäftigungsbedürfnis der Tiere zu befriedigen, möglicherweise zur weiteren Futteraufnahme führt und die Problematik weiter verstärkt.

    3. Verhaltensprobleme, wie z.B. Aggressivität infolge des Eiweißüberschusses.

    4. Selektives Fressen, wobei Getreidekörner insbesondere von den Meerschweinchen obendrein noch bevorzugt werden, was dann in einem Teufelskreis endet. Sofern Getreidekörner im Futter enthalten sind, sollten diese nur in gemahlener oder gequetschter Form (Flocken) enthalten sein und darüber hinaus sollte der in ihnen befindliche Mehlkörper durch geeignete Aufschließungsverfahren entfernt worden sein. Vom Getreide sollten ausschließlich die Schale und der Keim gefüttert werden. Andernfalls resultieren erschwerte Verdaulichkeit, Verdauungsprobleme, zu schnelle Sättigung mit weiteren Beeinträchtigungen der Gesundheit.
    5. Fehlerhafte Vitamin- und Mineralstoffgehalte, wie z.B. Vitamin C-Mangel, Vitamin D-Überschuss, Natrium-Mangel oder -überschuss, Calcium-Mangel oder -überschuss.

    PELLETS sind Pelletierte Futtermittel getrocknete, in kleine Röllchen gepresste Futtermittel. Pellets werden in der Regel vornehmlich unter Verwendung von Getreide und verschiedenen Grünmehlen erstellt und beinhalten ferner z.B. Haferschalen (zur Aufwertung des Rohfaseranteils) und Mineralstoff-/Vitaminvormischungen. Mitunter gibt es auch Pellets, die auf der Basis von Grünpflanzen hergestellt werden.

    Die Qualität, der im Handel angebotenen Pellets ist sehr unterschiedlich, sofern für die Herstellung der Pellets zu hohe Getreideanteile verwendet werden, resultieren die gleichen Probleme wie beim Buntfutter. Am besten geeignet sind Pellets, die ausschließlich unter Verwendung von Grünpflanzen erstellt worden sind und deshalb eine geringere Energiedichte aufweisen und kalorienarm sind.
    Allen Pelletsorten gemeinsam ist ein Mangel an strukturierter Rohfaser, d.h. der absolute Gehalt an Rohfaser kommt dem Bedarf der Tiere zwar sehr nahe, jedoch sind die faserigen Anteile zu fein zermahlen, so dass der Bedarf der Tiere als Dickdarmverdauer an langfaseriger Zellulose nicht gedeckt wird. Dem ist aber leicht zu begegnen durch tägliche Heufütterung in unbegrenzter Menge! Je nach Hersteller finden sich gelegentlich - wenngleich auch deutlich seltener als beim Buntfutter - fehlerhafte Mineralstoffgehalte.
    Darum: Packungsangaben beachten.
    Zu bevorzugen sind Futterpellets (geringerer Energiegehalt, ausgewogenere Mineralstoff-/ Vitamingehalte, kein selektives Fressen möglich, keine ganzen Getreidekörner enthalten, besserer Zahnabrieb), und zwar die, die ausschließlich auf der Basis von Grünpflanzen hergestellt worden sind, (z.B. kalorienarm, ganz ohne Getreide, hoher Rohfaseranteil). Wenn die Tiere die Aufnahme von Pellets strikt verweigern und man daher auf Buntfutter nicht verzichten kann, sollte dieses nur sehr zurückhaltend gefüttert werden. Grundsätzlich darf man nur so viel füttern, dass die gesamte Futterration aufgefressen wird. Andernfalls fördert man das selektive Fressen mit nachfolgender Verstärkung der Gesundheitsbeeinträchtigungen. - Sofern die Futterumstellung auf Pellets problematisch ist, empfiehlt sich die Beimengung von Pellets zum Buntfutter in allmählich steigenden Mengen.

    Vorsicht beim Einkauf. Achten sie auf:

    1. Deklaration ( Packungsangaben )
    2. Verfallsdatum
    3. Haltbarkeit der Vitamine
    4. Beschaffenheit der Getreidekörner beim Buntfutter
    5. Schimmelpilz- und Schädlingsbefall (Milben, Motten, Käfer, etc.), Verunreinigungen (Staub, Mäusekot, etc.), schmutzige Beläge auf Futterbestandteilen durch Schimmelpilz- und Hefenbesatz als Folge überlanger und unsachgemäßer Lagerung, sie sind nicht nur für das Tier sondern auch für den Tierhalter schädlich z.B. Allergien durch Futtermilben und Pilze.
    6. WICHTIG: Nicht sinnvoll ist der Kauf großer Packungen ( 20 Kg Säcke ) wenn sie nur 2 bis 6 Tiere haben. Das gleiche gilt auch für den Kauf von loser Ware. In einigen Bestandteilen nimmt der Vitamin gehalt nach 6 - wöchiger Lagerung drastisch ab und der Schimmelpilz- und Schädlingsbefall zu. Kalkulieren sie auch die Lagerzeit beim Händler mit ein.

    [Trockenfutter] sorten mit Zusammensetzung, Inhalts- und Zusatzstoffe.

    Mehr über [Snacks] und Knabberstangen.



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  • Frischfutter

    Frischfutter auch Saft- oder Grünfütter genannt ist aus der artgerechten Erährung der Meerschweinchen nicht wegzudenken. Als Frischfutter Saft- oder Grünfütter werden alle Gräser, Kräuter, Obst, Gemüse, und Rüben bezeichnet. Im Sommer werden Gras, Klee, Löwenzahn, Huflattich, Wegerich, Brennessel und viele andere Kräuter den Hauptanteil des Meerschweinchenfutters bilden.
    Frischfutter ist die Lieblingsspeise der meisten Meerschweinchen. Prinzipiell fressen Meerschweine fast alle Obst- und Gemüsesorten. Sie können der Meerschweinchen anbieten was der Markt hergibt, es ist alles erlaubt was den Tieren schmeckt. Es liefert insbesondere Ballaststoffe, Vitamine und Mineralien.

    WICHTIG:
    -Saft- und Grünfutter kann nicht gelagert werden, es darf nur im frischen Zustand verfüttert werden.
    -Jede saisonbedingte Futterumstellung muss langsam und schrittweise erfolgen. Zunächst gibt man sehr wenig und steigert dann die Menge von Tag zu Tag.
    -Der Anteil am Gesamtfutter bzw. die Gesamtmenge an Saft- und Grünfutter beträgt nach langsamer Gewöhnung bei Meerschweinchen 50 - 70 g pro kg Körpergewicht und Tag.
    -Jede abrupte Futterumstellung ist zu vermeiden, andernfalls resultieren daraus erhebliche Verdauungsstörungen. Vor allem dürfen nicht plötzlich große Mengen von z.B. Kohl, Salat, etc. je nach Speiseplan der Tierhalter und Anfall von Küchenresten verfüttert werden. Letzteres ist ein Fehler, der häufig besondere Kindern unterläuft.
    -Saft- und Grünfutter darf nur im sauberen, frischen und abgetrockneten Zustand gegeben werden.
    -Nicht gefressenes Futter nach drei Stunden wegwerfen.
    -Vorsicht ist geboten vor Verwechslung mit Giftpflanzen bei selbst gesammeltem Futter.

    WICHTIG bei selbst gesammeltem Futter:
    -Das Futter kann an Wiesen- und Wegrändern gepflückt werden.
    -Man darf aber auf keinem Fall an vielbefahrenen Straßen und in der Nähe von Autobahnen pflücken!!! Hier könnten die Pflanzen durch Autoabgase vergiftet sein.
    -Auch dort, wo viele Hunde ausgeführt werden, dürfen Sie das Futter nicht pflücken!
    -Ebenso gefährlich für Ihr Tier ist es, wenn sie ihm Pflanzen zu fressen geben, die mit Pflanzenschutzmitteln in Berührung gekommen sind.
    Wenn Sie keine Möglichkeit haben, frisches Futter aus dem Garten oder von nahen Wiesen zu holen, können sie ihr Meerschweinchen z.B. auch mit grünen Salat versorgen.

    Abwechslungsreiches Grün- und Frischfutter besteht aus:

    Gras, Beifuß, Blaue Luzerne, angetrocknete Brennessel, Hasenscharte, Huflattich, Kamille, Löwenzahn, Melde, Pfefferminze, Rotklee, Klee (in Maßen), Salbei, Sauerampfer, Wegerich, Weißklee, Wiesenschafgarbe,

    Möhren, Paprika, Petersilie, Salatgurken, Tomaten, Futterrüben, Steckrüben, roten Rüben, Spinat, Maiskolben mit grün, Rote Beete, Chicorée, Fenchel, Möhrengrün, Kohlrabiblatter (wenig), Zucchini, Endiviensalat, Eisbergsalat, Feldsalat, Mangold, Kopfsalat ist weniger gut geeignet da er nitratbelastet ist, das gilt vor allem für Treibhaussalat.

    Äpfeln, Birnen, Erdbeeren, Melonen, Orangen, Mandarinen, Zitronen, Ananas, Waldbeeren, Wassermelone, Weintrauben, Bananen, Kiwi

    Hartes getrocknetes, aber nicht alt und verschimmeltes Brot (wenig).

    Sie können auch Zweige von Obstbäume und Birke geben (Vorsicht – gespritzt ?) damit sich die Zähne gut abnutzen.

    Nicht füttern darf man:
    -Kohlsorten wie Weißkohl, Rotkohl, und Kohlrabi wegen Blähungsgefahr.
    -Rohe Bohnen, Grüne Bohnen
    -Zuckerwaren
    -Rohe Kartoffeln
    -Steinobst wie Pflaumen Pfirsich, Aprokosen, Mango, Avocado, Kirschen usw.

    Wo steckt was drin: [Obst und Gemüse Vatamin-Tabelle.]
    Wann kaufe ich was: [Obst und Gemüse Saison-Kalender.]
    Was sind Vitamine und Mineralien: [Vitamin-Mineralstoff-Tabelle.]


    Hier kann man einiges über giftige Pflanzen nachlesen:

    [Gifttpflanzenzentrale] [Botanikus]



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  • Trinkwasser

    Meerschweinchen haben einen relativ großen Flüssigkeitsbedarf obwohl sich das Gerücht, daß Meerschweinchen kein Wasser brauchen, leider recht hartnäckig hält. Er ist abhängig von der Art des Fütters, von Raum- und Umgebungstemperatur und der relativen Luftfeuchtigkeit.

    Wasser bildet einen wesentlichen Bestandteil der Nahrung. Bei Grünfütter beträgt der Wassergehalt rund 90%, sogar Heu enthält noch bis zu 14% Wasser. Wasser ist auch ein wesentlicher Bestanteil des tierischen Organismus. Bei erwachsenen Tieren wird der Wassergehalt des Körpers mit 50% - 60% angegeben. Das bedeutet, dass für die Aufrechterhaltung von Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Meerschweinchen eine bedarfsgerechte Flüssigkeitsaufnahme von großer Bedeutung ist. Wassermangel führt zu Störungen unterschiedlicher Art, bei Überhitzung sogar zu Todesfällen. Wasser dient zur Lösung aller im Körper vorkommenden löslichen Stoffe. Es dient dem Transport der resorbierten Nährstoffe über Blut und Lymphe und spielt eine wesentliche Rolle bei der Wärmeregulation. Meerschweinchen trinken je nach Futterangebot und Gewöhnung bis zu 100ml/ Tier und Tag. Bei Trockenfütterung ( Pellets ) muß immer frisches Wasser zur Verfügung stehen.

    In den letzten Jahren haben sich als ständiges Käfiginventar Trinkflaschen mit Saugstutzen durchgesetzt. Beim Kauf der Flaschen sollten sie diese nicht zu groß wählen, damit sie nicht aus Bequemlichkeit die Füllung zu selten erneuern. Da sich in den Flaschen auch schnell ein Belag aus Algen oder Kalk bildet, muß diese regelmäßig mit einer Flaschenbürste gereinigt werden. Bei zu kleinem Flaschenhals - od. Flaschenöffnungen gibt es die Möglichkeit mit Sand, Spülmittel und Wasser durch schütteln zu reinigen.
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  • [Herkunft] [Kauf] [Kinder und Meerschweinchen] [Verhalten] [Haltung] [Pflege] [Ernährung] [Trockenfutter, Inhalts- und Zusatzstoffe] [Snacks und Knabberstangen] [Obst und Gemüse Vatamin-Tabelle] [Obst und Gemüse Saison-Kalender] [Vitamin-Mineralstoff-Tabelle] [ Kleine Kräuterkunde] [Rassen] [Farben und Genetik] [Agoutis, Solid Agoutis und Argentes] [Einfarbigetiere] [Zeichnungstiere] [Literatur] [Krankheiten] [Ausstellungen] [?] [?] [?] [?]