Frischfutter
Frischfutter auch Saft- oder Grünfütter genannt ist aus der artgerechten Erährung der Meerschweinchen
nicht wegzudenken. Als Frischfutter Saft- oder Grünfütter werden alle Gräser, Kräuter, Obst, Gemüse,
und Rüben bezeichnet. Im Sommer werden Gras, Klee, Löwenzahn, Huflattich, Wegerich, Brennessel
und viele andere Kräuter den Hauptanteil des Meerschweinchenfutters bilden.
Frischfutter ist die Lieblingsspeise der meisten Meerschweinchen. Prinzipiell fressen Meerschweine fast
alle Obst- und Gemüsesorten. Sie können der Meerschweinchen anbieten was der Markt hergibt, es ist
alles erlaubt was den Tieren schmeckt. Es liefert insbesondere Ballaststoffe, Vitamine und Mineralien.
WICHTIG:
-Saft- und Grünfutter kann nicht gelagert werden, es darf nur im frischen Zustand verfüttert werden.
-Jede saisonbedingte Futterumstellung muss langsam und schrittweise erfolgen. Zunächst gibt man sehr wenig
und steigert dann die Menge von Tag zu Tag.
-Der Anteil am Gesamtfutter bzw. die Gesamtmenge an Saft- und Grünfutter beträgt nach langsamer
Gewöhnung bei Meerschweinchen 50 - 70 g pro kg Körpergewicht und Tag.
-Jede abrupte Futterumstellung ist zu vermeiden, andernfalls resultieren daraus erhebliche Verdauungsstörungen.
Vor allem dürfen nicht plötzlich große Mengen von z.B. Kohl, Salat, etc. je nach Speiseplan der Tierhalter
und Anfall von Küchenresten verfüttert werden. Letzteres ist ein Fehler, der häufig besondere Kindern unterläuft.
-Saft- und Grünfutter darf nur im sauberen, frischen und abgetrockneten Zustand gegeben werden.
-Nicht gefressenes Futter nach drei Stunden wegwerfen.
-Vorsicht ist geboten vor Verwechslung mit Giftpflanzen bei selbst gesammeltem Futter.
WICHTIG bei selbst gesammeltem Futter:
-Das Futter kann an Wiesen- und Wegrändern gepflückt werden.
-Man darf aber auf keinem Fall an vielbefahrenen Straßen und in der Nähe von Autobahnen pflücken!!!
Hier könnten die Pflanzen durch Autoabgase vergiftet sein.
-Auch dort, wo viele Hunde ausgeführt werden, dürfen Sie das Futter nicht pflücken!
-Ebenso gefährlich für Ihr Tier ist es, wenn sie ihm Pflanzen zu fressen geben, die mit Pflanzenschutzmitteln
in Berührung gekommen sind.
Wenn Sie keine Möglichkeit haben, frisches Futter aus dem Garten oder von nahen Wiesen zu holen, können
sie ihr Meerschweinchen z.B. auch mit grünen Salat versorgen.
Abwechslungsreiches Grün- und Frischfutter besteht aus:
Gras, Beifuß, Blaue Luzerne, angetrocknete Brennessel, Hasenscharte, Huflattich, Kamille, Löwenzahn,
Melde, Pfefferminze, Rotklee, Klee (in Maßen), Salbei, Sauerampfer, Wegerich, Weißklee, Wiesenschafgarbe,
Möhren, Paprika, Petersilie, Salatgurken, Tomaten, Futterrüben, Steckrüben, roten Rüben, Spinat,
Maiskolben mit grün, Rote Beete, Chicorée, Fenchel, Möhrengrün, Kohlrabiblatter (wenig), Zucchini,
Endiviensalat, Eisbergsalat, Feldsalat, Mangold, Kopfsalat ist weniger gut geeignet da er nitratbelastet ist,
das gilt vor allem für Treibhaussalat.
Äpfeln, Birnen, Erdbeeren, Melonen, Orangen, Mandarinen, Zitronen, Ananas, Waldbeeren,
Wassermelone, Weintrauben, Bananen, Kiwi
Hartes getrocknetes, aber nicht alt und verschimmeltes Brot (wenig).
Sie können auch Zweige von Obstbäume und Birke geben (Vorsicht – gespritzt ?) damit sich die Zähne
gut abnutzen.
Nicht füttern darf man:
-Kohlsorten wie Weißkohl, Rotkohl, und Kohlrabi wegen Blähungsgefahr.
-Rohe Bohnen, Grüne Bohnen
-Zuckerwaren
-Rohe Kartoffeln
-Steinobst wie Pflaumen Pfirsich, Aprokosen, Mango, Avocado, Kirschen usw.
Hier kann man einiges über giftige Pflanzen nachlesen:
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