Es ist ganz wichtig zu wissen:
Meerschweinchen sind gesellige Tiere ( Rudel-und Gruppentiere )
und sollten niemals alleine gehalten werden. Wird ein Tier
allein gehalten, leidet es unter der Einsamkeit. Mein Rat
kaufen sie entweder zwei Weibchen ( Säue ) oder zwei Männchen
( Böcke ), um unerwünschten Nachwuchs zu verhinderen.
Es kann auch vorkommen, dass sich zwei Tiere nicht vertragen.
In diesem Fall sollten sie die Tiere in getrennten Behausungen
nebeneinander stellen. So sind sie auch nicht allein, können
sich sehen, riechen und auch hören.
Zwei Weibchen vertragen sich sehr gut, nur daß Weibchen, insbesondere
wenn sie gerade brünstig sind, gerne mal zickig werden und ihre
Käfiggenossen herumschubsen oder auch mal zwicken. Diese Zeit
dauert etwa ca. 24 Stunden und wiederholt sich alle 14 bis 18 Tage.
In dieser Zeit möchte das Weibchen meistents nicht gestreichelt oder herum getragen werden.
Zwei Männchen vertragen sich genauso gut sofern beide jung ( 4 bis 8 Wochen Alt )
zusammen kommen. Alternative: zu einem bereits ausgewachsenem Tier wird ein
junges noch nicht geschlechtsreifes Tier ( 4 bis 8 Wochen Alt ) dazu gesellt.
Männchen sind forscher, weniger launenhaft und neugieriger als
Weibchen.Sie werden daher oft schneller zahm. Auch im Körperbau
gibt es Unterschiede. Männchen werden meist etwas größer und schwerer.
Jeder der sich ein Meerschweinchen anschaffen will, sollte zuerst
die Frage nach der Unterkunft des Tieres klären.
Der Zoofachhandel bietet mittlerweile eine große Auswahl an Käfigen und Zubehör an.
Es gibt zweistöckige oder viereckige Käfige, und Boxen für Außenhaltung.
* Unten sehen sie Bilder von verschiedenen Käfigen und Stallungen *
Die Haltung. Drinnen oder draußen ?
Die Haltung im Haus:
Eine ideale Unterkunft stellt ein handelsüblicher Käfig dar,
der mindestens die Maße 1 m x 0,5 m aufweisen sollte. Der Käfig
hat an einen sauberen, zugfreien und ruhigen Ort
den richtigen Platz.
Eine tolle Alternative zu Industriekäfigen sind Eigenbauten.
Sie haben den Vorteil, daß sie in der Größe genau an dem
vorhandenen Platz angepaßt werden können. Weiterhin sind der
Phantasie bei der Ausführung fast keine Grenzen gesetzt.
Die Haltung im Garten, auf den Balkon oder Terasse:
Der Zoofachhandel bietet mittlerweile eine große Auswahl
Boxen für die Außenhaltung an. Meerschweinchen fühlen sich
auch in Außenhaltung wohl, wenn sie immer einen warmen, vor
Zugluft geschützten Raum zur Verfügung haben. Dies kann ein
umgebauter Kaninchenstall oder auch ein gut isoliertes
Holzhäuschen sein. Auch hier sind der Phantasie bei der
Ausführung fast keine Grenzen gesetzt.
Ganz wichtig bei der Außenhaltung ist das der Auslauf gegen
mögliche Eindringlinge (Katzen, Raubvögel, Marder) gesichert
werden muss.
Zwar macht den Tieren auch die Kälte nichts aus, wenn sie
sie gewohnt sind, so können Meerschweinchen auch für kurze
Zeit Außentemperaturen bis minus 10 Grad Celsius vertragen,
doch feuchte Kälte führt schnell zu Erkältungen oder
Lungenentzündung. Besser ist es, wenn es eine größere Gruppe ist,
damit sie sich gegenseitig wärmen können. Auch ist es nicht
jedermanns Sache, bei Kälte von plus 2 Grad bis minus 10 Grad Celsius
Streicheleinheiten zu verteilen.
Bei der Außenhaltung im Sommer müssen die Tiere vor zu großer
Hitze geschützt werden. Sie sollten die Möglichkeit haben,
sich in den Schatten zu setzen. Ansonsten droht schnell die
Gefahr eines Hitzschlages, der meistens tödlich verläuft.
Bei der Außenhaltung ist unbedingt zu beachten wo genau sie
die Boxen, den Stall oder Auslauf hinstellen, ob im Garten,
Balkon oder auf der Terasse, es muß vor direkter
Sonnenbestralung und vor Zugluft geschützt sein.
Zubehör:
Als Futtergefäß ( Futternapf ) eignet sich ein Ton- oder Keramiktopf,
da sie schwer sind und von den Tieren nicht so leicht
umgestoßen werden können. Auch eine Trinkflasche mit
einem Kugelventil (350 ml ist für zwei Tiere ausreichend)
und eventuell eine Heuraufe sollten nicht fehlen.
Ein Häuschen als Rückzugsmöglichkeit ist ebenfalls wichtig,
und kann aus Plastik oder aber aus Holz sein. Das Häuschen
sollte möglichst ein gerades Dach haben, da es sich hervorragend
als Liege- und Aussichtsfläche für die Tiere eignet.
Beliebt sind auch Ton- und Korkröhren, wobei Korkröhren schwer
zu reinigen sind.
Als Einstreu dienen handelsübliche Sägespäne die es in
jedem Zoofachhandel zu kaufen gibt.
Es gibt aber auch Alternativen z.B. Hanf. Hanf verwende ich
sein Jahren und bin sehr zufrieden.
Einstreuarten:
1. Gehäckseltes Leinenstroh,
bindet hervorragend Ammoniak,
hervorragend wohnungstauglich,
ist gut kompostierbar.
2. Gehäckselter Hanf ( Hemparade )
hervorregende Ammoniakbindung,
saugt extrem gut Nässe auf,
schnell kompostierbar,
sehr gute Wohnungstauglichkeit,
leicht bis starker Erdgeruch.
3. Strohkobs, Strohmehl gepreßt ca. 15 mm große Pellets,
sehr gute Ammoniakbindung,
sehr gute Feuchtigkeitsbindung,
schnell kompostierbar,
hervorragend wohnungstauglich,
Nachteil: häufige Schimmelbildung,
4. Gehäckseltes Stroh, sehr fein und weich,
mittel bis gute Ammoniakbindung,
gute Feuchtigkeitsbindung,
schnell kompostierbar,
mittel bis gute Wohnungstauglichkeit,
Nachteil: Wohnungsumgebung verdreckt schneller,
weil das Material sehr leicht und fein ist,
und bildet außerdem schnell Schimmel.
Es gibt also genügend Alternativen zu Sägespänen
die wesentlich besser sind.
Mail an Hibernia Kenneth O`Shaughnessy Copyright © 2001 - 2003. by Hibernia. All rights reserved.
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